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Volle Fahrt voraus – Ein gutes Briefing

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Stell dir vor, du wirst an Bord einer wunderschönen Segeljacht gerufen. Der Kapitän stellt dir die Crew vor und zeigt dir stolz sein ganzes Schiff. Nach ein paar gemeinsamen Bechern Rum wird beschlossen, dass ihr gut zusammen passt und eine gemeinsame Reise machen wollt. Der Kapitän ruft begeistert: „Leinen los!“ und stellt dich ans Ruder. „Und wo geht’s hin?“, fragst du nebenbei. „Richtung Westen!“, sagt der Kapitän und verschwindet in seiner Kajüte. „Und ruf mich, wenn wir da sind!“

Westen – das ist jetzt nicht die eindeutigste Ansage und du kannst das von der negativen und positiven Seite sehen: Denn einerseits wirst du ein Ziel, das nicht genannt wurde, nicht erreichen können. Auf der anderen Seite hat es die Grinsekatze in Alice im Wunderland positiv ausgedrückt:

“If you don’t know where you’re going, any road will take you there.”

Das gute alte Briefing

Was man im kreativen Business für eine erfolgreiche Fahrt braucht, ist ein klares Briefing. Denn man muss wissen, wo die Reise hingehen soll, was es zu beachten gibt, wo Gefahren lauern, welche Macken das Schiff vielleicht hat und wie der Wetterbericht ist.

Leider haben wir am Pier das auch immer wieder auf die harte Tour lernen müssen. Da ruft ein alter – gern gesehener – Kunde an: „Sag mal, macht ihr eigentlich auch Präsentationen? – Super! Ich schick dir mal meine durch, könntet ihr die mal ein bisschen pimpen?“ Gesagt – getan. Aber leider ist der Kunde nicht allzu begeistert: „Das habe ich mir aber schon anders vorgestellt und vom Thema her passt das auch nicht so richtig…“. Tja, lange Gesichter auf beiden Seiten und bei uns stellt sich gleich die Frage: „Wieso hast du uns das denn nicht vorher gesagt?“

Klar! Der Fehler lag auf unserer Seite: Wir hätten ein ordentliches Briefing anfordern müssen, in dem uns der Kunde schonmal ziemlich viele Fragen zur bevorstehenden Maßnahme beantwortet.

Und da wir auch lernfähig sind haben wir nach einigen schmerzhaften Erfahrungen ein Online-Kunden-Briefing-Formular erstellt. Bevor wir also nicht von unserem Kunden gehört bzw. gelesen haben, was er eigentlich erreichen möchte, wen er erreichen möchte, wie er das erreichen möchte, … machen wir erstmal nichts. Naja, meistens. Manchmal fallen wir halt doch noch auf die Schnauze. Aber besonders für Neukunden funktioniert das wunderbar.

Und das sind einige der Punkte, die wir abfragen:

  • Wir wollen möglichst viele Kundendaten (Ansprechpartner, Entscheider, Business, Branche, Konkurrenten …)
  • Inhalte (Was soll kommuniziert werden? Um welches Produkt geht es? Welche Ziele sollen erreicht werden? Welche Inhalte sind bereits vorhanden? …)
  • Gestaltung (Was ist schon vorhanden? CD? Styleguide? Was gibt es schon an Medien? Gibt es Vorbilder? Was sind positive / negative Beispiele?)
  • Zielgruppe (Kernzielgruppe, demografische Merkmale, Alleinstellungsmerkmale des Produkts, Wie kommen Kundenkontakte zusatande)
  • Budget & Timing

Das sind mal die Hauptpunkte die wir abklappern. Wir wollen das auch nicht zu lange und umfangreich machen. Aber wir bekommen damit mal einen ganz guten ersten Einblick und können unsere Erst-Recherche fokussieren, um dann beim nächsten Treffen mit unserem Navigationsplan weiter in die Tiefe zu kommen.

Aber zugegebenermaßen: Bei den guten alten Kunden, die „nur mal schnell“ was wollen, bleibt das Problem trotzdem noch ein bisschen bestehen. Da müssen wir eben noch dazu lernen.

2018-01-25T12:47:25+00:0009. März 2017|Allgemein|0 Kommentare

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